Biografie

Bestsellerautor Heinz G. Konsalik

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Heinz G. Konsalik (1921-1999) war der meistgelesene deutsche Schriftsteller seiner Zeit. Der Name Konsalik ist ein Pseudonym und Mädchenname seiner Mutter, er wurde als Heinz Günther am 28.05.1921 in Köln geboren. Bereits als zehnjähriger Schüler entdeckte er seine Leidenschaft für die Schriftstellerei und schrieb im Alter von 16 Jahren bereits für Zeitungen seiner Heimatstadt. Er begann ein Medizinstudium, wechselte aber bald in die Fächer Theaterwissenschaften und Germanistik. Seit 1939 für kurze Zeit als Angestellter der Zensurstelle der Geheimen Staatspolizei tätig, wurde Heinz G. Konsalik eingezogen und diente als Kriegsberichterstatter im Frankreich- und Russlandfeldzug, wo er schwer verwundet wurde. Nach dem Krieg lebte er mit seiner Mutter in Attendorn und stieg bei der „Lustigen Illustrierten“ vom Lektor zum stellvertretender Chefredakteur auf. 1949 heiratete er seine Frau Elsbeth, mit der er zwei Töchter hatte, und die als Lehrerin für den Unterhalt der Familie sorgte, als Heinz G. Konsalik sich ab 1951 freiberuflich auf das Schreiben verlegte. Sein Durchbruch zu nationaler Bekanntheit erfolgte mit der Verfilmung seines Kriegsromans „Der Arzt von Stalingrad“ im Jahr 1958. Bis zur Trennung von seiner Frau im Jahr 1991 lebte er bei Bad Honnef, dann mit der Chinesin Ke Gao in Salzburg, wo er am 02.10.1999 verstarb. Sein Grab befindet sich auf dem Melaten-Friedhof seiner Geburtsstadt Köln. Heinz G. Konsalik zählt zwar zu den erfolgreichsten Autoren der jüngeren Literaturgeschichte Deutschlands, wurde aber als Vertreter der sogenannten Trivialliteratur (er selbst bezeichnete sich als Volksschriftsteller) zeitlebens und noch Jahre nach seinem Tod von Kritikern und Kulturmedien geschmäht. Hingegen genoss der Autor von über 160 Romanen, die in viele Sprachen übersetzt und von denen 14 verfilmt wurden, über Jahrzehnte die Anerkennung einer internationalen Leserschaft, der er einen Umsatz von mehr als 80 Millionen verkauften Büchern verdankte.

 

Das Interview, das Heinz G. Konsalik mit dem ORF am 19. April 1979 geführt hat, hören Sie hier.

Spannend ist das Porträt, das der WDR im Oktober 1999 über Heinz G. Konsalik gesendet hat:

Ein ausführliches Interview der Journalistin Birgitt Wolff mit Heinz G. Konsalik in den 1980er-Jahren sehen Sie im Video.